BIM-Aufmaß · Architekten, Bauunternehmer, Sachverständige

BIM-Aufmaß — vom 3D-Laserscan zum bauteilgenauen Modell

Bauwerksaufmaß auf Basis aktueller 3D-Laserscan-Daten — Bauteilgeometrie und Maße als IFC-Modell. Datenbasis für Mengenermittlung, Bauaufmaß, Sanierungsplanung und Beweissicherung.

BIM-Aufmaß — Punktwolke aus 3D-Laserscan und daraus modelliertes BIM-Bauwerksmodell als Metapher

Worum geht’s

Bauwerksaufmaß auf Basis eines vollständigen 3D-Laserscans, ausgegeben als BIM-Modell im IFC-Format — mit Bauteilgeometrie und Maßen strukturiert im Modell.

Was du bekommst

Ein BIM-Modell deines Gebäudes mit Bauteilgeometrie, Flächen und Maßen — auf Wunsch ergänzt um die zugrundeliegende Punktwolke.

Wie’s weitergeht

Konkretes Angebot ohne Verpflichtung auf Basis deiner Objektdaten.

Was ein BIM-Aufmaß leistet

Das Bauaufmaß ist die exakte messtechnische Erfassung eines Gebäudes — traditionell mit Maßband, Distanzmesser oder Tachymeter, dokumentiert in CAD-Plänen und Maßlisten. Ergebnis: Geometrie und Mengen, getrennt erfasst, oft punktuell, immer abhängig davon, was vor Ort dokumentiert wurde. Das BIM-Aufmaß setzt davor: Ein 3D-Laserscan erfasst das Gebäude vollständig und hochpräzise. Daraus modellieren wir ein BIM-Modell, in dem Geometrie und Bauteildaten strukturiert zusammenhängen.

Wir scannen dein Gebäude mit terrestrischem 3D-Laserscanning, registrieren die Punktwolke und modellieren daraus das Bauwerksmodell. Die Ausgabe erfolgt im offenen IFC-Format (ISO 16739-1). Das Informationsmanagement orientiert sich an DIN EN ISO 19650. Jedes Bauteil — Wand, Decke, Fenster, Tür, Stütze — ist als Bauteil identifiziert und trägt seine geometrischen Maße sowie auf Wunsch Mengen als strukturierte Attribute. Geometrische Größen wie Bauteilanzahlen, Wand-, Decken- und Dachflächen, Fenster- und Türöffnungen sowie Volumina sind direkt aus dem Modell ableitbar — als Bauteilliste, Excel-Export oder im IFC selbst. Die schichtbezogene Mengenermittlung nach den jeweiligen ATVs erfolgt durch das ausführende Gewerk auf Basis dieser Daten.

Du nutzt das BIM-Aufmaß als belastbare Grundlage für Ausschreibungen nach VOB, für die Plausibilisierung von Abrechnungsmengen, für die Bestandserfassung vor Umbau und Sanierung sowie als Datenbasis für Beweissicherung. Der Datenstand bleibt auch Jahre später vollständig verwertbar — neue Maße, andere Bauteilgruppen oder zusätzliche Auswertungen ziehst du aus demselben Modell, ohne neu vor Ort messen zu müssen.

Du brauchst ein belastbares Aufmaß für Ausschreibung, Umbauplanung oder Beweissicherung?

Hol dir ein konkretes Angebot — schriftlich, ohne Vorabgespräch und ohne Verpflichtung.

Wann du ein BIM-Aufmaß brauchst

Drei typische Situationen für ein BIM-Aufmaß — und was passiert, wenn der Datenstand lückenhaft bleibt.

1. Mengenermittlung für Ausschreibung und Abrechnung

Du planst eine Ausschreibung nach VOB oder brauchst belastbare Vergleichsmengen für eine Abrechnung. Du brauchst belastbare Mengen für Wandflächen, Decken-/Bodenflächen, Dachflächen und Fensteröffnungen — als geometrische Grundlage, aus der dein Gewerk die ausschreibungs- und abrechnungsrelevanten Mengen ableiten kann. Ein klassisches Aufmaß mit Maßband liefert das nur punktuell und verursacht bei jeder Nachfrage neue Vor-Ort-Termine. Fehlen die Mengen, werden Angebote unscharf, Nachträge zur Regel und Abrechnungen anfechtbar.

2. Bauaufmaß für Umbau und Sanierung

Du planst einen Umbau, eine Sanierung oder eine Aufstockung. Architekt und Tragwerksplaner brauchen die exakte Geometrie des Bestands — Wandgeometrie, Deckenhöhen, Stützpositionen, Lichte Maße — als 3D-Grundlage für den Entwurf. Mit einem BIM-Aufmaß planen sie auf Basis der vermessenen Geometrie statt auf Basis von Annahmen. Fehlt diese Grundlage, kommt es in der Bauphase zu Anpassungen, Verzögerungen und Mehrkosten, weil Planung und Bestand nicht zusammenpassen.

3. Beweissicherung und gerichtliches Aufmaß

Du brauchst eine objektive Datenbasis für Beweissicherung — als Grundlage für Sachverständige bei Streitfällen mit Bauunternehmen, vor Sanierungen sensibler Nachbargebäude oder als Zustandsdokumentation vor und nach Bauarbeiten. Eine vollständige Punktwolke plus das daraus modellierte BIM-Modell liefern eine objektive, jederzeit nachprüfbare Datenbasis. Fehlt diese Dokumentation, lassen sich Veränderungen am Bestand im Streitfall nicht belastbar nachvollziehen.

Häufige Fragen zum BIM-Aufmaß

Was kostet ein BIM-Aufmaß?

Die Kosten hängen von Gebäudegröße, Komplexität der Geometrie, gewünschtem Detaillierungsgrad und Umfang der Mengenermittlung ab. Mit deinen Objektdaten — Grundfläche, Geschosszahl, Nutzungsart, gewünschte Mengen- und Bauteilauswertungen — rechnen wir dir ein konkretes Angebot ohne Verpflichtung.

Wie lange dauert ein BIM-Aufmaß?

Die Projektdauer setzt sich aus drei Phasen zusammen: 3D-Laserscan vor Ort (typisch ein bis mehrere Tage je nach Objekt), Punktwolken-Registrierung und Modellierung am Schreibtisch (abhängig von Gebäudegröße und Detailtiefe). Mit deinem Angebot bekommst du einen auf dein Objekt bezogenen Zeitplan für alle Phasen.

Wie genau ist ein BIM-Aufmaß auf Basis der 3D-Scandaten?

Der 3D-Laserscan erfasst alle sichtbaren Bauwerksoberflächen vollständig. Die Modellierung erfolgt mit interner Qualitätssicherung. Maße bleiben jederzeit nachträglich aus der Punktwolke verifizierbar.

Was ist der Unterschied zwischen klassischem Aufmaß und BIM-Aufmaß?

Das klassische Aufmaß ist eine punktuelle Erfassung: Wer vor Ort ist, misst, was er für nötig hält — alles andere ist später nicht mehr verfügbar. Das BIM-Aufmaß erfasst das Gebäude in einem Durchgang vollständig. Maße, Mengen und Bauteildaten sind danach jederzeit aus Modell und Punktwolke ableitbar — auch für Auswertungen, die zum Zeitpunkt des Scans noch nicht geplant waren.

In welchen Formaten bekomme ich das BIM-Aufmaß ausgeliefert?

Standard ist IFC (Industry Foundation Classes, ISO 16739-1) — offen und herstellerneutral, einlesbar in jeder gängigen BIM-Software. Auf Wunsch ergänzen wir Bauteillisten als Excel oder strukturiertes CSV. CAD-Pläne als DWG und PDF sowie die Punktwolke im offenen E57-Format sind als optionale Bausteine zubuchbar.

Ist ein BIM-Aufmaß gerichtsverwertbar?

Eine vollständige Punktwolke und das daraus modellierte BIM-Modell liefern eine objektive, jederzeit nachprüfbare Datenbasis — das ist eine tragfähige Grundlage in Verhandlungen, Gutachten und Beweisaufnahmen. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall obliegt Sachverständigen und Gericht; eine pauschale Aussage zur Gerichtsverwertbarkeit ersetzt keine fallbezogene Beurteilung.

Du brauchst ein belastbares Aufmaß für Ausschreibung, Umbauplanung oder Beweissicherung?

Hol dir ein konkretes Angebot — schriftlich, ohne Vorabgespräch und ohne Verpflichtung.

BIM-Aufmaß — Hintergrund und Abgrenzung

BIM-Aufmaß bezieht sich auf zwei Regelwerke: die Mengenermittlungs-Regeln des klassischen Bauaufmaßes nach VOB/C und das BIM-Informationsmanagement nach DIN EN ISO 19650. Die zugrundeliegende Datenbasis ist die Punktwolke aus dem 3D-Laserscan — das digitale Original, von dem aus alle Maße und Mengen abgeleitet werden.

Für wen das BIM-Aufmaß gedacht ist

Architekten und Fachplaner bei Umbau, Sanierung und Aufstockung. Bauunternehmer und Generalunternehmer für Ausschreibungen und Abrechnungen nach VOB. Sachverständige für Beweissicherung und gerichtliches Aufmaß. Bauträger und Investoren in der Projektvorbereitung. Asset Manager und Eigentümer für die strukturierte Bestandserfassung des Portfolios.

Aufmaß-Regelwerk: VOB/C und Mengenermittlung

Die Aufmaß-Regeln für Bauleistungen nach VOB sind in der VOB/C festgelegt: eine allgemeine Rahmen-ATV (DIN 18299) sowie gewerkebezogene ATVs (DIN 18300 bis DIN 18459), die festlegen, wie Mengen zu ermitteln und abzurechnen sind. SMART+AGILE erbringt selbst keine Bauleistung nach VOB. Wir liefern die geometrische Datenbasis, aus der dein Gewerk oder dein Auftragnehmer die nach den jeweiligen ATVs vorgesehenen Mengen ableitet. Welche geometrischen Größen wir aus dem Modell ausweisen, stimmen wir vor Projektstart auf deinen Anwendungsfall ab.

Abgrenzung zu klassischem Aufmaß und Punktwolke

Das klassische Aufmaß ist eine zweckgebundene Messung vor Ort: Es erfasst genau das, was für das aktuelle Vorhaben gebraucht wird, dokumentiert in CAD-Plänen und Maßlisten. Die Punktwolke aus dem 3D-Laserscan ist eine vollständige geometrische Erfassung — alle Punkte des Gebäudes, ohne semantische Struktur. Das BIM-Aufmaß verbindet beides: vollständige Erfassung wie die Punktwolke, semantisch strukturiert wie ein Aufmaß — jedes Bauteil ist als Bauteil identifiziert und trägt seine geometrischen Maße als Attribute.

Was SMART+AGILE in diesem Kontext leistet

Wir liefern den vollständigen Prozess von der 3D-Erfassung bis zum strukturierten BIM-Aufmaß — Scan vor Ort, Punktwolken-Registrierung, Modellierung mit definiertem Bauteilumfang sowie Ausweis der geometrischen Größen aus dem Modell. Bei SMART+AGILE wird das BIM-Aufmaß über das Datenpaket IFC-Modell geliefert; auf Wunsch ergänzen wir es um die Bausteine CAD-Pläne (DWG/PDF), Punktwolke (E57) und Flächen nach DIN 277 zur Weiterverwendung in Folgegewerken oder bei späteren Auswertungen.