BIM-Modell erstellen — Hintergrund und Abgrenzung
BIM (Building Information Modeling) ist die methodische Grundlage der digitalen Bauwerksplanung. Das Informationsmanagement mit BIM ist international in der Normenreihe ISO 19650 geregelt, in Deutschland ergänzt durch die VDI-Richtlinienreihe VDI 2552. Das offene Datenformat für die Zusammenarbeit zwischen den Fachplanern ist IFC (Industry Foundation Classes), gepflegt von buildingSMART International. Als BIM-Modell wird der digitale, strukturierte Datensatz bezeichnet, der ein Gebäude in Geometrie und Bauteilstruktur abbildet.
Für wen ein BIM-Modell aus dem Bestand gedacht ist
Asset Manager und Property Manager, die Bestandsgebäude digital strukturieren wollen. Bauträger und Investoren bei Umbau, Aufstockung oder Erweiterung. Eigentümer und Facility Manager mit Fokus auf Betrieb und CAFM-Anbindung. Architektur- und TGA-Büros, die für ein Bestandsgebäude eine belastbare Geometrie-Grundlage als Planungsausgangspunkt brauchen. Energetische Sanierer, die Hülle und Anlagentechnik gegen denselben Datensatz planen.
Was ein BIM-Modell von einem 3D-Bestandsplan unterscheidet
Ein 3D-Bestandsplan ist Geometrie als visuelle Form — die Wand ist eine Fläche, die Tür ein Loch. Ein BIM-Modell strukturiert dieselbe Geometrie in echte Bauteile: die Wand wird zum Wandobjekt mit Geschoss-Zuordnung, der Raum zum Raumobjekt mit Fläche und Nutzung. Aus dem strukturierten Modell lassen sich Listen, Schnitte, Ansichten und Flächenberechnungen direkt ableiten. Mehrere Fachplaner können gleichzeitig gegen denselben IFC-Datensatz arbeiten.
Welche LOD-Stufe für welchen Zweck
LOD (Level of Development) beschreibt die Detailtiefe eines BIM-Modells. LOD 200 zeigt grobe Massen für Vorentwurf und Machbarkeit; LOD 300 ist die typische Planungsstufe mit geometrisch exakten Bauteilen; LOD 350 ergänzt Anbindungen und Schnittstellen für die Gewerke-Koordination; LOD 400 fügt Ausführungsdetails hinzu; LOD 500 ist die As-Built-Stufe — eine im Bestand verifizierte Darstellung, die häufig als Grundlage für Betrieb und Facility-Management eingesetzt wird. Bei SMART+AGILE arbeiten wir angelehnt an LOD 300 — geometrisch exakt, ohne Material- und Bauteileigenschaften und ohne TGA. Höhere Detaillierung pflegen die jeweiligen Fachplaner in ihrem Modell auf unserer Geometrie auf.
Was SMART+AGILE in diesem Kontext leistet
Wir koordinieren die Erfassung deines Bestandsgebäudes mit aktuellen 3D-Laserscans, modellieren daraus das BIM-Modell strukturiert auf und liefern es als IFC-Export plus daraus abgeleitete 2D-Pläne, Schnitte und Ansichten. Welche Bestandteile du genau bekommst, fassen wir in klar definierten Datenpaketen zusammen — du wählst, was du brauchst, und bekommst genau das geliefert.