Liegenschaftsvermessung · ÖbVI-Zuständigkeit

Grundstück vermessen — Kosten und Ablauf in Deutschland

Was die Liegenschaftsvermessung kostet, wer sie durchführen darf und wie sich davon abgrenzende Aufmaß-Leistungen ergänzen lassen. Die Liegenschaftsvermessung selbst ist öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren vorbehalten — SMART+AGILE führt sie nicht durch und vermittelt sie nicht. Für Eigentümer, Bauträger, Erbengemeinschaften und Investoren.

Grundstück vermessen — schematische Draufsicht auf ein Grundstück mit Flurstücksgrenzen (gelbgrün), vermarkten Grenzpunkten (lila) und angrenzenden Nachbarflurstücken, schwarz-weißer Hintergrund

Wichtiger Hinweis: SMART+AGILE führt keine hoheitliche Liegenschaftsvermessung durch und vermittelt sie nicht. Diese Seite informiert über das Verfahren und grenzt unsere ergänzenden Aufmaß-Leistungen (Innenmaß, CAD, BIM, Flächenberechnung) davon ab. Den öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) beauftragst du selbst — Wege dazu im Abschnitt „Wo finde ich einen ÖbVI“.

Worum geht’s

Liegenschaftsvermessung am Grundstück nach den Vermessungs- und Katastergesetzen der Länder — gesetzlich vorbehalten für öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI).

Was du bekommst — vom ÖbVI

Vermessungsschriften und Eintragung ins Liegenschaftskataster — Leistung des ÖbVI, beauftragt direkt durch dich. SMART+AGILE liefert davon getrennt Gebäudeaufmaß, CAD-Pläne, IFC-Modell und Flächenberechnungen.

Wie’s weitergeht

Liegenschaftsvermessung: Auftrag direkt an einen ÖbVI. Gebäudeaufmaß: eigenständiger SMART+AGILE-Auftrag — ohne Verpflichtung.

Was eine Grundstücksvermessung umfasst und wovon die Kosten abhängen

Eine Grundstücksvermessung ist eine hoheitliche Liegenschaftsvermessung am Flurstück: Grenzpunkte werden im amtlichen Bezugssystem festgestellt, dokumentiert und in das Liegenschaftskataster übernommen. Das Ergebnis sind Vermessungsschriften des öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs (ÖbVI) und ein aktualisierter Katastereintrag, der vor Notaren, Banken, Bauämtern und Grundbuchämtern Bestand hat.

Die Kosten richten sich nach den Vermessungs-Gebührenverordnungen der jeweiligen Bundesländer. Wesentliche Faktoren sind der Bodenrichtwert beziehungsweise Grundstückswert als Bemessungsgrundlage, die Anzahl der zu prüfenden oder neu zu setzenden Grenzpunkte, Größe und Lage des Grundstücks sowie die Art der Vermessung — Grenzfeststellung, Teilungsvermessung oder Gebäudeeinmessung. Belastbare Euro-Beträge lassen sich erst nach Sichtung der Flurstücksdaten nennen.

SMART+AGILE führt die Liegenschaftsvermessung nicht durch und vermittelt sie nicht — diese Aufgabe ist dem ÖbVI vorbehalten. Wenn nach der Liegenschaftsvermessung präzise Innenmaße deines Gebäudes benötigt werden — für CAD-Pläne, BIM-Modell, Flächenberechnung nach DIN 277, WoFlV oder MF-GIF oder Aufteilungspläne — kannst du diese Aufmaß-Leistungen als eigenständigen, davon getrennten Auftrag bei SMART+AGILE beauftragen. Beide Stränge sind rechtlich, methodisch und vertraglich klar voneinander getrennt.

Du brauchst ein präzises Aufmaß deines Bestandsgebäudes?

SMART+AGILE liefert auf Basis aktueller 3D-Laserscan-Daten CAD-Pläne, das IFC-Modell, Flächenpläne nach DIN 277, WoFlV (Wohnflächenverordnung) oder MF-GIF 2023 sowie Aufteilungspläne. Konkretes Angebot ohne Verpflichtung — eigenständige Leistung, getrennt von der Liegenschaftsvermessung.

Wann du eine Grundstücksvermessung brauchst

Drei Situationen, in denen eine belastbare Liegenschaftsvermessung den Unterschied macht — und in denen ein unklarer Grenz- oder Katasterstand in der Praxis Verzögerungen, Nachverhandlungen und Eintragungsprobleme verursacht.

1. Grundstücksteilung — Bauplatz, Erbteilung oder Veräußerung in Teilflächen

Du willst aus einem Flurstück mehrere machen — sei es, um einen Bauplatz abzutrennen, ein Erbe gerecht aufzuteilen oder eine Teilfläche zu verkaufen. Die Teilung muss vom ÖbVI vermessen und ins Liegenschaftskataster eingetragen werden, bevor Notar und Grundbuchamt die neuen Eigentumsverhältnisse vollziehen können. Ohne aktuelle Vermessungsschriften bleibt der Vorgang hängen.

2. Grenzfeststellung — vor Verkauf, im Streitfall oder vor Bauantrag

Du verkaufst ein Grundstück, planst eine Mauer oder einen Anbau direkt an der Grenze, oder ein Nachbar zweifelt den Verlauf an. In all diesen Fällen schafft die Grenzfeststellung durch den ÖbVI eine belastbare Grundlage — mit Grenzniederschrift und Grenztermin. Wer hier auf alte Pläne setzt, riskiert Rückabwicklungen, Baustopps oder langwierige Nachbarschaftsverfahren.

3. Gebäudeeinmessung — Pflicht nach Neubau oder wesentlicher Veränderung

Nach Fertigstellung eines Neubaus oder einer wesentlichen baulichen Änderung schreibt das Vermessungs- und Katasterrecht der meisten Bundesländer eine Gebäudeeinmessung vor. Der ÖbVI erfasst die Außenkanten des Gebäudes und meldet die Daten ans Katasteramt. Ohne diese Einmessung fehlt der Eintrag im Liegenschaftskataster — was bei Verkauf, Beleihung oder späterer baulicher Veränderung zu Verzögerungen führt.

Wo du einen ÖbVI findest

Den zuständigen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur beauftragst du direkt — SMART+AGILE tritt hier weder als Vermittler noch als Empfehlungsstelle auf. Zwei verlässliche Wege:

  • Bundesverband der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI): Die berufsständische Vertretung der ÖbVI in Deutschland bietet eine bundesweite Mitgliedersuche. Einstieg über bdvi.de.
  • Vermessungsverwaltung deines Bundeslandes: Jedes Bundesland unterhält eine eigene Vermessungs- und Katasterverwaltung mit Verzeichnis der dort tätigen ÖbVI. Eine bundesweite Übersicht der Landesverwaltungen findest du bei der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder (AdV).

Ausnahme Bayern: Dort werden Liegenschaftsvermessungen ausschließlich durch das zuständige Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV) durchgeführt, da es in Bayern keine ÖbVI gibt — Wege dorthin über die Bayerische Vermessungsverwaltung (ldbv.bayern.de).

Welcher Weg passt, hängt von deinem Bundesland und der Art der Vermessung ab. Welche Gebühren und Fristen konkret gelten, klärt die zuständige Stelle im Erstkontakt nach Sichtung der Flurstücksdaten.

Häufige Fragen zur Grundstücksvermessung

Was kostet eine Grundstücksvermessung in Deutschland?

Die Kosten richten sich nach den Vermessungs-Gebührenverordnungen der Bundesländer und werden in der Regel über den Bodenrichtwert beziehungsweise Grundstückswert, die Anzahl der Grenzpunkte und die Art der Vermessung bemessen. Belastbare Kostenangaben lassen sich erst nach Sichtung der Flurstücksdaten machen. Mit deinem Angebot bekommst du eine objektbezogene Schätzung — ohne Verpflichtung.

Wovon hängen die Vermessungskosten konkret ab?

Bemessungsfaktoren sind Bodenrichtwert oder Grundstückswert als Wertansatz, Anzahl der zu prüfenden oder neu zu setzenden Grenzpunkte, Lage und Erreichbarkeit des Grundstücks, Größe der Fläche sowie die Art der Vermessung — also ob Grenzfeststellung, Teilungsvermessung oder Gebäudeeinmessung beauftragt wird. Bei aufwendigem Gelände oder umfangreichen Recherchen im Katasteramt kommen Aufwendungen für Vor-Ort-Termine und Aktenbeschaffung hinzu.

Wer darf ein Grundstück amtlich vermessen?

Liegenschaftsvermessung am Grundstück ist eine hoheitliche Aufgabe und in Deutschland öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (ÖbVI) und den Kataster- bzw. Vermessungsbehörden vorbehalten. Ausnahme Bayern: Dort erfolgt die Liegenschaftsvermessung ausschließlich durch das zuständige Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV), da es in Bayern keine ÖbVI gibt. SMART+AGILE führt diese Vermessung nicht durch und vermittelt sie nicht — den ÖbVI bzw. das ADBV beauftragst du selbst, etwa über die Suche des Bundesverbandes BDVI oder die Vermessungsverwaltung deines Bundeslandes (Hinweise im Abschnitt „Wo du einen ÖbVI findest„). Architekturbüros, Aufmaßdienstleister oder Bauunternehmen dürfen Grundstücke nicht katasterwirksam vermessen.

Wie lange dauert eine Liegenschaftsvermessung?

Die Dauer hängt stark von Art und Umfang der Vermessung, der Aktenlage beim Katasteramt und der Verfügbarkeit der Beteiligten ab. Ein Grenztermin braucht eine Einladungsfrist für alle Eigentümer der benachbarten Flurstücke, die Bearbeitung im Katasteramt kann je nach Bundesland und Auslastung Wochen bis Monate dauern. Mit deinem Angebot bekommst du einen objektbezogenen Zeitplan für die einzelnen Schritte.

Was ist der Unterschied zwischen Grenzfeststellung, Teilungsvermessung und Gebäudeeinmessung?

Die Grenzfeststellung prüft und dokumentiert den Verlauf bestehender Grenzen — relevant bei Streit, Verkauf oder grenznahem Bau. Die Teilungsvermessung erzeugt aus einem Flurstück mehrere — Voraussetzung für die Veräußerung von Teilflächen oder Erbauseinandersetzungen. Die Gebäudeeinmessung erfasst die Außenkanten eines fertiggestellten Gebäudes und meldet sie ans Katasteramt — gesetzliche Pflicht nach Neubau in den meisten Bundesländern.

Kann SMART+AGILE Grundstücksvermessung und Gebäudeaufmaß in einem Auftrag bündeln?

Nein — die beiden Leistungen sind zwei eigenständige Aufträge. Die Liegenschaftsvermessung beauftragst du direkt bei einem ÖbVI; das ist ein rechtlich vorbehaltener Auftrag, den SMART+AGILE weder durchführt noch vermittelt. SMART+AGILE übernimmt davon getrennt das Gebäudeaufmaß: Innenräume, Geschossgrundrisse, BIM-Modell, Bestandspläne, Flächenberechnung — auf Basis aktueller 3D-Laserscan-Daten. Beide Stränge lassen sich zeitlich gut staffeln und im Ergebnis miteinander referenzieren, vertraglich bleiben sie getrennt.

Du brauchst ein präzises Aufmaß deines Bestandsgebäudes?

SMART+AGILE liefert auf Basis aktueller 3D-Laserscan-Daten CAD-Pläne, das IFC-Modell, Flächenpläne nach DIN 277, WoFlV (Wohnflächenverordnung) oder MF-GIF 2023 sowie Aufteilungspläne. Konkretes Angebot ohne Verpflichtung — eigenständige Leistung, getrennt von der Liegenschaftsvermessung.

Grundstücksvermessung — Hintergrund und Abgrenzung

Die Liegenschaftsvermessung am Grundstück ist eine hoheitliche Aufgabe und in den Vermessungs- und Katastergesetzen der Bundesländer geregelt. Berufsausübung und Eintragung ins Kataster sind öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und den Katasterbehörden vorbehalten. Die bundesweite Standardisierung des amtlichen Vermessungswesens erfolgt über die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder — siehe AdV.

Für wen die Grundstücksvermessung gedacht ist

Eine Grundstücksvermessung ist relevant für Eigentümer, Bauträger, Erbengemeinschaften, Investoren, Family Offices, Notare und kommunale Liegenschaftsabteilungen. Überall dort, wo Flurstücksgrenzen, Aufteilungen oder Neubauten katasterwirksam dokumentiert werden müssen, bevor Eigentumsvorgänge oder Bauvorhaben weitergeführt werden können.

Der rechtliche Status der Grundstücksvermessung

Anders als private Aufmaß- oder Planungsleistungen ist die Liegenschaftsvermessung eine hoheitliche Tätigkeit. Nur öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und die Kataster- bzw. Vermessungsbehörden dürfen Vermessungen durchführen, die ins Liegenschaftskataster eingetragen werden. In Bayern erfolgt die Liegenschaftsvermessung ausschließlich durch das zuständige Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (ADBV), da Bayern als einziges Bundesland keine ÖbVI bestellt. Die Vermessungsschriften haben den Charakter öffentlicher Urkunden — sie sind die Grundlage für Eintragungen im Grundbuch und für hoheitliche Entscheidungen von Bauämtern.

Abgrenzung der Liegenschaftsvermessung zum Gebäudeaufmaß

Die Liegenschaftsvermessung erfasst Grundstück und Außenkanten der Gebäude im amtlichen Bezugssystem und wirkt ins Kataster — sie ist die Außenperspektive auf das Flurstück. Das Gebäudeaufmaß erfasst dagegen die Innenstruktur eines Bestandsgebäudes — Geschossgrundrisse, Räume, Höhen, Bauteilstärken — auf Basis aktueller 3D-Scandaten. Beide Leistungen ergänzen sich, aber sie sind rechtlich, methodisch und vom zuständigen Berufsstand klar getrennt.

Was SMART+AGILE in diesem Kontext leistet

SMART+AGILE führt keine Liegenschaftsvermessung durch und vermittelt sie nicht. Was wir auf Basis aktueller 3D-Laserscan-Daten leisten, ist das Gebäudeaufmaß: CAD-Pläne, das IFC-Modell, Flächenpläne nach DIN 277, WoFlV oder MF-GIF 2023 sowie Aufteilungspläne. Wenn die Liegenschaftsvermessung durch den ÖbVI (bzw. in Bayern durch das ADBV) vorliegt, lässt sich unser Aufmaß-Ergebnis darauf referenzieren — als eigenständige, davon getrennte Leistung mit eigenem Auftrag und eigener Rechnung.