Flächenberechnung nach gif — Hintergrund und Abgrenzung
Die Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für Gebäude — kurz MF-GIF — wird von der gif | Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. herausgegeben. Sie hat sich als anerkannter Branchenstandard für die Berechnung gewerblicher Mietflächen in Deutschland etabliert. Die aktuelle Fassung ist die MF-GIF 2023.
Für wen die Flächenberechnung nach gif gedacht ist
Vermieter, Investoren, Asset Manager, Property Manager, Due-Diligence-Teams und Gutachter — überall dort, wo Flächen in gewerblich genutzten Objekten belastbar ausgewiesen werden müssen. Für reine Wohnimmobilien ist die Richtlinie nicht konzipiert; dort kommt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) zum Einsatz.
Der rechtliche Status der gif-Richtlinie
Die gif-Richtlinie ist keine gesetzliche Norm, sondern eine privatwirtschaftliche Empfehlung. Durchgesetzt hat sie sich trotzdem: Institutionelle Akteure im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt verwenden sie als Grundlage für Mietverträge, Transaktionen und Portfolioanalysen. Wer eine Flächenberechnung nach gif vorlegen kann, hat in Verhandlungen und bei Streitfällen eine belastbare Argumentationsgrundlage.
Abgrenzung der gif-Richtlinie zur DIN 277
Die DIN 277 ist eine baufachliche Flächennorm — sie definiert Grundflächen und Rauminhalte von Hochbauten für Bauplanung und Kostenkalkulation. Die MF-GIF 2023 ist eine eigenständige Richtlinie, die gewerbliche Mietflächen aus kaufmännischer Sicht ermittelt. Beide haben einen unterschiedlichen Zweck: Die DIN 277 liefert die baufachliche Grundlage für Planung und Kalkulation, die MF-GIF 2023 die Mietflächen für Vertrag und Vermietung.
Was SMART+AGILE in diesem Kontext leistet
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